Sonntag, 22. Juli 2012

Lob der Fantastik

Egal ob man sich Comics, Filmen, Büchern oder Spielen zuwendet, wenn sich die Handlung im weiteren Sinne im Bereich der Fantastik abspielt, dann begibt man sich allem Anschein nach qualitativ auf dünnes Eis. Das gilt für Fantasy wie für Science-Fiction und ist etwas, was sich so ziemlich jeder Nerd und Geek schon einmal sagen lassen musste.

Im Rahmen dieser pauschalen Urteile können gute Geschichten offensichtlich nur, Ernsthaftigkeit haben und Mehrwert anbieten, wenn sie (in Spielfilmform und) in der "Realität" angesiedelt sind.

Selbst im Journalismus wird immer wieder das Lesen von "Fantasybüchern" als Argument  angeführt, um infantiles Verhalten zu belegen. Im April z.B. wieder in der "Zeit" zum Thema Piratenpartei passiert.

Dabei wird das Infantile zumindest impliziert, denn der geneigte Autor und Fan von Sachbüchern erkennt anhand des ‘Fantasytopos’ schnell, dass er es nur mit einem nicht ernstzunehmenden Individuum zu tun haben kann.

Sicherlich gibt es stapelweise Schund mit Fantasy/Science Fiction Aspekt. Das liegt aber gewiss nicht an der gewählten Thematik, sondern am jeweiligen Autor und findet sich in allen Bereichen. Andernfalls wäre im Umkehrschluss ja alles, was sich anderen Thematiken widmet, automatisch gut. Das ist nun nicht so ganz der Fall...


Magisches Pentagramm
Magischer Zirkel zur Beschwörung mit Hexagrammen und hebräischer Schrift.

Dienstag, 10. Juli 2012

Frauen und Stereotypen in Spielen

Kürzlich wurde versucht, auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter ein Projekt über Stereotypenweiblicher Figuren in Videospielen zu starten. Das ging mit einem unerträglichen Maß an Online-Vandalismus (was man jetzt "Shitstorm" nennt) einher. Wer die ganze Geschichte lesen will, dem sei zu diesem Artikel auf Kotaku geraten. Das Projekt wiederum ist hier zu finden.

Eines ist sicher: Frauen werden in Videospielen oft stark sexualisiert und der Held ist in einer gehörigen Überzahl der Spiele stets männlich.
Was ich aber zeigen möchte ist, dass es in Spielen erstens auch gute Beispiele gibt für positive und moderne Frauenbilder in Spielen und dass zweitens auch eine Sexualisierung und Idealisierung der männlichen Figuren stattfindet. Nur das ist ganz offensichtlich kein Thema.

Weibliche Stereotypen im Spiel

Prinzessin Peach oder auch Toadstool genannt. © by Nintendo




Die bekannte Prinzessin aus Super Mario ist ein Musterbeispiel für die Rolle der Frau im Videospiel: Sie ist stets die, die gerettet werden muss und kann sich (von "Super Smash Brothers" mal abgesehen (*husthust*)) offensichtlich nicht verteidigen. Sie wird so oft entführt, dass Mario seinem Klempnerjob kaum mehr nachgehen kann, da er dauernd damit beschäftigt ist, die Prinzessin des Pilzkönigreichs zu retten. Die Rolle der weiblichen Figur ist somit von Hilfsbedürftigkeit und Passivität geprägt.
Darüber hinaus findet in fast jedem Fantasyspiel auch eine starke Sexualisierung von Frauenrollen statt. Weibliche Charaktere sind traditionell kaum bekleidet, was als Rüstung durchgehen soll.
Und natürlich, selbst bei Bioware ist ein Demon of Desire weiblich und verführt die Menschen durch Erfüllung aller Wünsche gezielt zu schlechtem Verhalten. Verführerische „Schlange“ also, wie schon im biblischen Paradies.