Freitag, 2. November 2012

Harte Nüsse, Skills und Quicktime-Events - Schwierigkeitsgrade beim Spielen

Zu Zeiten von Spielhallen (Arcades) waren Spiele generell schwer. Allein schon deswegen, damit man gute Gründe hatte, immer wieder Geld in die hungrigen Maschinen einzuwerfen.
Für Spiele, die auch heute noch ähnliche Mechaniken und dabei auch Schwierigkeitsgrade haben, hat sich daher der Begriff Arcade etabliert.

Ein Grund für den hohen Schwierigkeitsgrad der frühen Spiele war natürlich auch, dass das ausgiebige (genannt: Beta-)Testen der Spiele viel zu aufwendig war. "Balancing" war also nicht so ausführlich wie heute. Einmal, weil man wollte, dass das Spiel schwer ist, die Notwendigkeit für Balancing also gar nicht da war. Oder weil man keinen besonderen Wert darauf legte. Spiele waren einfach schwierig. Und aus Gründen mangelnder Vergleichbarkeit (Videospiele sind sehr jung) nahm man sie sowieso in der Regel nicht als in dem Sinne "schwer" wahr. 

Meilenweit bzw. Jahrzehnte entfernt davon sind natürlich heutige Gelegenheitsspieler (auch "Casual Gamer" im Fachjargon genannt). Diese suchen vor allem auf Smartphones kurzweilige Unterhaltung im Angry-Birds-Stil.
Es gibt also mehrere Gründe, warum Spiele damals faktisch immer einen relativ hohen Schwierigkeitsgrad hatten und "gemeistert" werden mussten.


Super Ghouls n Ghosts ( 1992) - Der Ritter Arthur scheidet nach zwei Treffern sofort aus dem Leben. Dadurch und durch schwere Hüpfeinlagen ist das Spiel teuflisch schwer. Ein klassischer Arcade Titel.